Es schneit, es schneit, ach ne.

Schreiende Kinder, klebende Eiscreme auf heißem Stein, ein überfülltes, Becken, in das diverse Kinder bereits uriniert haben dürften und der Geruch von viel zu fettigen Pommes mit viel zu viel Mayonnaise. Genauso würde ich ein Freibad beschreiben. Wie ich darauf komme? Freibad fängt mit F an. Genauso wie Frühling und Februar. Diese Begriffe sind in diesem Jahr wohl nicht nur eine Alliteration, sondern auch eine Tautologie. Denn Mitte Februar bedeutet scheinbar das gleiche wie Frühling.
Aber ganz ehrlich, wer soll da denn auch noch durchblicken? Im Lockdown weiß man doch sowieso nicht mehr, welchen Tag wir haben. Ich meine, selbst die Vögel sind verwirrt: Die Meisen fangen plötzlich an, selbst Futter zu suchen, statt am Knödel in der Kleingartenanlage zu knabbern und die Zugvögel kommen aus Spanien zurück und wundern sich, warum sie nicht gleich dageblieben sind.

Trotzdem. Irgendwas stimmt doch mit dem Wetter nicht. Gestern waren es noch Minusgrade und ehe man sich versieht, muss man schon wieder Bikinis shoppen. Aber ich meine, wenn Karneval ausfällt, kann man den Winter auch sofort überspringen.

Das schöne Wetter freut ja auch jeden. Nur die Umweltschützer haben natürlich wieder was zu meckern. Da freut man sich über 20°C im Schatten und die reden in ihren Strickpullis davon, dass die Politik nichts gegen die Erderwärmung tut. Zieht euch doch einfach kühler an! Doch Spaß beiseite. Greta hat natürlich Recht. Trotzdem muss man auch sagen, dass die Politik sich bemüht. Die sind schließlich auch nicht wie Konrad Adenauer oder Albert Einstein oder wer sonst alles gestorben ist. Aber bald. Und dann ist es schließlich auch egal. Mit zu harten Maßnahmen darf man gegen den Klimawandel rechtlich gesehen ja auch gar nicht vorgehen, wie die Coronapandemie zeigt.
Vielleicht denkt die Politik auch einfach weiter als wir. Der Import von Kakteen wird in Zukunft dank der perfekten klimatischen Bedingungen in Deutschland nicht mehr nötig sein. So wird CO2 gespart.

Die warmen Temperaturen sind aber auch schön; die Sonne scheint und bald machen auch die kleinen Erdbeer-Häuschen wieder auf. Und wenn man um 20 Uhr mit seinen Aufgaben fertig ist, kann man endlich raus und die Sonne genießen. Manche Lehrer waren wohl auch zu lange in der Sonne.  

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