Mauern, die verbinden?

45 Kinder, 17 Nationalitäten, eine Künstlerin und ein Projekt, das verbindet. Um genau zu sein: eine Mauer, die verbindet. Aber kann das sein? Kann eine Mauer, die normalerweise trennt und abgrenzt, wirklich das Gegenteil bewirken? Kann eine Mauer Menschen auch vereinen?

Die Antwort ist ja, eine Mauer kann auch verbinden. Das zeigt das Projekt „Mauern ohne Grenzen“, das vom Deutsch-Mexikanischen Kulturkreis ins Leben gerufen wurde. Dabei sollen in ganz Europa verschiedene Mauern künstlerisch gestaltet werden.

Am KAG ist nun die erste Mauer dieses  Projektes entstanden. Gemeinsam mit einigen Kindern hat die Künstlerin Bianca Monroy einen Teil der Wand der Sporthalle mit verschiedenen Motiven in bunten Farben bemalt. So könne man beispielsweise Teile der Langenfelder Skyline sehen, beschreibt die Künstlerin die Mauer. Das Herz in der Mitte stehe für die kulturelle Öffnung, denn egal woher ein Mensch kommt, alle seien einzigartig, so Monroy.

Am Montag, 23. April, wurde die Mauer eingeweiht. Als Gäste waren auch die CDU-Vorsitzende Barbara Aßmann, die Landtagsabgeordnete Claudia Schlottmann, der stellvertretende Bürgermeister Dieter Braschoss, und Susana Garduno, die bei der mexikanischen Botschaft in Berlin arbeitet, dabei. Sogar aus Italien waren ein paar Frauen gekommen, um den Start des Projekts mitzuerleben.

Waldo Gamez, der Vorsitzende des Deutsch- Mexikanischen Kulturkreises, eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßungsrede und bedankte sich bei den Kindern, der Künstlerin und den Gästen.

Stephan Wippermann-Janda betonte in seiner Rede, er sei „sehr glücklich“, dass dieses Projekt an unserer Schule stattfinde. Unsere Schule habe sich sehr bemüht, Kindern aus anderen Ländern entgegenzukommen, erklärt er. Die Mauer steht für Integration und Zusammenhalt, das gebe es bei uns in Langenfeld.

Auch der stellvertretende Bürgermeister und Susana Garduno sind sich einige; diese Mauer spaltet nicht, denn sie bringt verschiedene Kulturen zusammen und die Kunst wirkt als verbindendes Element wie eine Weltsprache.

Nach diesem Erfolg hoffen wir, dass sich auch andere Städte in Europa inspirieren lassen, und dass weitere „Mauern ohne Grenzen“ kreiert werden. Die Mauern können ein Zeichen der Offenheit, der Integration und der Gemeinschaft sein, das möglichst viele Menschen erreichen soll.

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