Arrividerci, Hans!

Claas3 kleinSeit zwanzig Jahren bereits ist Herr Claas Schulleiter des KAG. Nun, am Ende dieses Schuljahres, wird er es verlassen. Nicht etwa weil er an eine andere Schule wechselt, sondern aufgrund seines bald stolzen Rentenalters. Am 18. Juli wird er feierlich verabschiedet.

Unter den Schülern war er bekannt als der stets entspannte und lustige Direktor, unter den Lehrern als fairer und kollegialer Vorgesetzter durchaus beliebt.

Bart und Sakko schufen aus ihm ein Vorbild, ähnlich dem Stereotypen eines wilden Professors, der nur darauf wartet wissenshungrigen Schülern die Schlünde – pardon – die Synapsen zu stopfen. Man sah ihn nie ziellos durch die Gänge schlürfen, mit der dampfenden Tasse Kaffee in der Hand, dem strengen Blick, ob man denn auch ja nicht seine Hausaufgaben auf dem Schulboden fertige. Nein! Stets bemüht um das Wohlergehen seiner Schüler war Herr Claas täglich im Lehrerzimmer oder gar in seinem Büro zu finden, wo selbst Eltern – und war der Anlass noch so ernst – ihn gern besuchten, denn für ihn war „jeder Tag ein Highlight“, wie er selbst zu sagen pflegt.

Dabei wollte er ursprünglich gar nicht Lehrer werden. Wissenschaftler war als Kind sein Traumberuf. Hierbei  war es aber weniger der Drang zu forschen und zu experimentieren als der Blick zu den Sternen und die Unendlichkeit des Universums, was ihn schon in jungen Jahren faszinierte. Wahrscheinlich genau deshalb  hängen an den Wänden seines gemütlichen Büros im A-Gebäude (hier würde das Motto gelten „Ordnung braucht nur der Dumme – Ein Genie beherrscht das Chaos“) noch immer die Bilder eines seiner größten Idole: Albert Einstein. Betracht man die beiden genauer, so könnte man beinahe den Eindruck gewinnen, dass es nicht nur auf Interessens-, sondern ebenfalls auf der Stilebene die ein oder andere Gemeinsamkeit gibt.

Auch in all der Zeit als Lehrer und Schulleiter hat er des Öfteren die Möglichkeit gehabt, durchaus lukrativer in der Industrie tätig zu werden, ging darauf aber nicht ein – bis auf ein Mal – doch hat er die Schule kurz danach schon wieder so vermisst, dass er zurückkam. Ein wahrer Lehrer aus Leidenschaft!

Wenn der leidenschaftliche Hobby-Astronom vom schulischen Wahnsinn dann doch mal eine Auszeit brauchte, so verreiste er mit seinem Wohnmobil. Am liebsten nach Holland zum Frikandelessen. Hierbei fehlen durften selbstverständlich niemals Jazzmusik und reichlich Mäusespeck!

Im September, nach den Ferien, dann ist es soweit. Er selbst weiß noch nicht, was er dann tun wird. Nicht zu wissen, wo man morgens um acht hingeht: Für jeden Schüler ein weitentfernter Traum, für ihn jedoch sei es nach 20 Jahren am KAG keine allzu große Erleichterung: „Ich werde es vermissen!“, sagte er im Interview.

Die guten Wünsche, die er dem KAG, besonders seinem Kollegium, nun noch mit auf den Weg gebe, seien ganz simpel.  „Sie sollen im Prinzip so weiter arbeiten wie bisher, sie sollen keine Revolutionen vornehmen, sondern in dem bewährten Fahrwasser weitermachen. Das heißt: Schüler begeistern!“

Uns hat er begeistert! Danke, Herr Claas für jahrelange Unterstützung, Hilfe und Verständnis. Wir werden Sie vermissen!

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