Fehlverhalten beim Thema Frühstück – warum die erste Mahlzeit des Tages so wichtig ist.

Dunkle Ringe unter den Augen, Blässe und Müdigkeit: All dies können, neben einer zu kurzen Nacht, Anzeichen für ein fehlendes oder nur sehr spärlich ausgefallenes Frühstück sein.

Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages – so besagt es der Volksmund, weswegen Lateinlehrer Torsten Radermacher auch so bemüht darum ist, seinen Schülern diese Botschaft im Unterricht zu vermitteln, wenn es denn Anlass dazu gibt.

„Ohne Frühstücken gehe ich gar nicht aus dem Haus“, erzählt Herr Radermacher, denn, abgesehen davon, was er darüber gelesen habe, schaffe er das rein körperlich auch kaum.

Aber warum soll gerade das Frühstücken so wichtig sein?pancakes-2291908__340

Laut einem Textauszug*, auf den Herr Radermacher sich hier bezieht, welchen er ebenfalls seinem Lateinkurs in der Q2 austeilte, sei die Nährstoffaufnahme in der ersten halben Stunde nach dem Aufstehen um einiges größer als am Rest des Tages, und man solle deswegen morgens etwas in den Magen bekommen, zumindest eine Kleinigkeit.

„Wenn ich Schüler frage, warum sie so müde oder so schlapp sind, äußern sie in manchen Fällen auch ‚Ich hab nichts gegessen’. Sie wissen also Bescheid, sind aber entweder an dem Tag schlecht aus dem Bett gekommen oder haben generell keine Lust, 20 oder 30 Minuten früher aufzustehen. Man geht dann lieber hungrig in die Schule, aber vermeintlich ausgeschlafen.“

 

Häufig ist das fehlende Frühstück schlicht und ergreifend reine Gewohnheitssache: Wer schon immer auf sein Frühstück verzichtet hat, oder dieses erst in der Schule zu sich nimmt, sieht vermutlich auch gar nicht die Notwendigkeit, sich morgens ohne Hunger etwas herunterzuwürgen.

sandwich-2619172__340„Ich stelle mir das ehrlich gesagt auch sehr schwierig vor, wenn man es wirklich gewohnt ist, über Jahre hinweg überhaupt nicht zu frühstücken, dann ist die Umstellung mit Sicherheit ziemlich hart“, gibt der engagierte Frühstücksverfechter zu.

„Aber“, appelliert Herr Radermacher, „es lohnt sich ja vielleicht mal, wenn jeder einzelne beim nächsten Arztbesuch ganz kurz mit seinem Hausarzt oder seiner Hausärztin darüber spricht und sagt: ‚Was halten Sie eigentlich davon, dass ich nicht frühstücke?’ und dann mal schaut, wie darauf entsprechend reagiert wird.

Da wird nicht ein einziges Mal ein Schulterklopfer bei rauskommen.“

 

Jedoch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass es auch neuere Studien gibt, die davon überzeugt sind, dass die dem Frühstück oben zugeschriebene Wichtigkeit nicht wirklich angemessen, ja sogar falsch sei. Tatsächlich könnten Behauptungen wie Das Frühstück kurbelt den Stoffwechsel an lediglich daher rühren, dass Leute, die frühstücken, auch einfach mehr Sport machen und gesünder leben. Es sollte also jeder mal für sich selbst recherchieren, und entscheiden, welcher Theorie er denn nun Glauben schenken möchte…

 

 

 

(*Christian Kierdorf: Krafttraining – Schneller Muskelaufbau, Aachen 2015, S. 209 f.)

 

 

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